Am Morgen liegt Butterduft in der Luft, draußen klopft ein Klüpfel gegen den Rohling. Eine Sennerin erzählt, wie ihr Großvater Kerben setzte, um Wetterwechsel zu deuten. Besucher probieren den Zug am Schnitzmesser, lachen über schiefe Löffel und spüren bald den Punkt, an dem Holz nachgibt. Zwischen Topf und Hobelbrett entsteht Zugehörigkeit, die niemand auf Papier festhalten muss.
Im goldenen Schein werden Körbe, Netznadeln, kleine Keramiken ausgelegt. Alte zeigen Griffe, Jugendliche feilen an neuen Formen. Eine Töpferin bringt Fehlbrände mit, erklärt, weshalb Brise und Brennspitze manchmal Streit beginnen. Applaus folgt nicht Perfektion, sondern Mut und Offenheit. Wer bleibt, trinkt später salzigen Wein, sammelt Termine, Adressen und den Mut, morgen selbst den ersten Tonklumpen zu drehen.
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